Chinesische Medizin sorgt für volles Haus

Anlässlich der Vortragsreihe Schwander Winter wurden ergänzende Methoden zur westlichen Schulmedizin vorgestellt. Dies stiess auf grosses Interesse.

Die Vortragsreihe des Schwander Winters 2018 wurde mit einem Vortrag über die traditionelle chinesische Medizin eröffnet. Die Frage nach der Wirksamkeit derselben hat dafür gesorgt, dass der öffentliche Raum in Schwanden bei Brienz bis auf den letzten Platz besetzt war. Xiao Gong, eine ausgebildete Therapeutin in der traditionellen chinesischen Medizin, führte die Teilnehmer durch den Abend.

Warum interessiert die chinesische Medizin so viele Leute? Es ist davon auszugehen, dass die sogenannte Schulmedizin vielfach die Ursachen einer Krankheit mit der Bekämpfung der Symptome beginnt. Unsere Schulmedizin kann viele Krankheiten heilen. Aber vielen Leuten kann sie nicht mehr helfen, und diese leiden oft weiterhin unter Schmerzen. Dadurch entsteht für die Betroffenen eine zum Teil massive Einschränkung der Lebensqualität.

Ausgeglichenheit als Grundsatz
Die traditionelle chinesische Medizin TCM basiert auf dem Grundsatz der Ausgeglichenheit des Körpers und der Funktionen der Organe und Gewebe. Der chinesische Mediziner will den ganzen Körper behandeln und die Ausgeglichenheit wieder herstellen, denn es ist wahrscheinlich, dass der Grund von Schmerzen irgendwo im Körper liegen kann und nicht dort, wo man diesen spürt.

Die chinesische Medizin ist über 2000 Jahre alt, und die Erkenntnisse der alten Meister werden heute noch angewendet. In allen chinesischen Provinzhauptstädten werden an den Universitäten neben der klassischen Medizin auch die Erkenntnisse der chinesischen Medizin gelehrt. Die Ausbildung zur traditionellen chinesischen Medizin dauert fünf bis sechs Jahre. Durch die Auseinandersetzung mit den Patienten und deren Beschwerden bildet sich der chinesische Therapeut immer weiter.

Diagnosen zum Schluss
Die traditionelle chinesische Medizin erachtet sich nicht als Konkurrenz zur Schulmedizin, sondern eher als Ergänzung. Es gibt Krankheiten und Gebrechen, die nur von der Schulmedizin gänzlich gelöst werden können. Dabei ist es wichtig, dass die Schulmedizin erkennt, dass sie nicht alle Beschwerden oder Krankheiten behandeln kann. Hier ist es wichtig, dass die Lebensqualität der Betroffenen an erster Stelle steht.

Zum Abschluss des umfassenden Vortrages konnten noch Fragen gestellt werden. Eine der vielen Fragen war die Vergütung durch die Krankenkassen. Die Kosten der traditionellen chinesischen Medizin werden nur von der Zusatzversicherung übernommen.

Als Abschluss der Veranstaltung konnten sich alle Interessierten von den Therapeuten der chinesischen Medizin eine Diagnose stellen lassen. Dabei ist die Form und das Aussehen der Zunge ein wesentlicher Hinweis. Auch das Fühlen des Pulses an beiden Armen mit drei Fingern kann dem Therapeuten wesentliche Hinweise auf den Gesundheitszustand des Patienten geben. Die Therapeuten der Gong TCM bedankten sich auf chinesische Art und Weise, dass sie hier in Schwanden diese Medizin vorstellen konnten, und machten auch auf ihr Gesundheitszentrum in Interlaken aufmerksam. Bei Kaffee, Tee und Kuchen wurden schliesslich viele gute Gespräche geführt und Erfahrungen weitergegeben.

Reference
Thommen I. (2018, Jan. 30) Jungfrau Zeitung. Retrieved from https://www.jungfrauzeitung.ch/artikel/161747/Chinesische Medizin sorgt für volles

Comments

Post you comment here