Das Geheimnis der chinesischen Medizin

Wir alle sind mit der Schulmedizin aufgewachsen und wissen mehr oder weniger, was diese mit sich bringt. Die chinesische Medizin jedoch ist uns fremd, obwohl es heute zu Tage praktisch in jeder Schweizer Stadt eine Praxis für chinesische Medizin gibt. Weshalb also ist uns diese Art der Medizin so fremd? Sobald wir Worte wie Qi, Yin oder Yang hören, entfliehen uns die Gedanken in die Welt der Esoterik. Auch erscheint es uns unlogisch, wenn uns jemand erzählt, dass eine gesteckte Nadel im Fuss ein Wohlbefinden im Kopf auslösen kann. Oft kommt in solchen Fällen die Frage auf, wie jemand nur an so etwas glauben kann. Werfen wir doch einen etwas genaueren Blick auf die Philosophie der chinesischen Medizin.

Die chinesische Medizin ist ein einzigartiges System, das sowohl eine standardisierte Diagnose und Behandlung, als auch zugleich Flexibilität ermöglicht. Diese Flexibilität erlaubt es mit verschiedenen Methoden jeden Einzelnen von uns individuell behandeln zu können. In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) wird der Mensch als eine Reflexion der Natur betrachtet, auch bekannt unter der „Theorie der fünf Elemente“. Mit anderen Worten bedeutet dies: Was sich im unserem Universum zu erkennen gibt, zeigt sich auch auf der Erde, und dies wiederum spiegelt sich im Menschen. Die Theorie besagt also, dass alle Systeme einander widerspiegeln und gleichzeitig auch miteinander verbunden sind. Auf unseren Körper bezogen bedeutet dies, dass wir unseren Körper nicht als abgegrenztes System betrachten dürfen. Er steht in einem ständigen Wechselspiel mit externen Einflüssen unserer Umwelt, wie zum Beispiel Hitze, Feuchtigkeit oder Wind. Genauso sind in der chinesischen Medizin auch alle unsere Organe miteinander verbunden und können nicht als separate Einheiten betrachtet oder behandelt werden.

In der Schulmedizin werden unsere Organe aber häufig genau als separate Teile unseres Körpers betrachtet und die Behandlungen sind tendenziell statischer Natur zu einem gegebenen Zeitpunkt. Oft werden mit dieser Methode nur die Symptome bekämpft und nicht die Ursache. Ein Vergleich der Schulmedizin mit der oben beschriebenen chinesischen Medizin zeigt den ganzheitlichen Charakter der traditionellen chinesischen Behandlungsmethoden auf. Hierbei liegt der Fokus nicht auf dem Organ oder Körperteil an sich, sondern auf seiner Funktion im Organismus. Harmonie und Einklang in der Funktionsweise werden angestrebt. Dieser Ansatz erlaubt eine ganzheitliche Regulierung unseres dynamischen und lebendigen Organismus: Körper, Geist und Seele werden in Balance gebracht. Somit wird den Beschwerden auf den Grund gegangen und das Übel an der Wurzel gepackt.

Aus der Dynamik unseres Körpers entspringen Ausdrücke wie Qi, Yin, oder Yang. Das Schöne an diesen Worten ist, dass sie die grundlegenden Eigenschaften der Natur beschreiben und somit überall Anwendung finden. Im Zusammenhang mit unserem Körper sorgt das Qi dafür, dass ein korrekter Ablauf stattfinden kann. In der chinesischen Medizin sehen wir den Körper als einen Raum voller Gegensätze, die sich zugleich ergänzen, solange sie in Harmonie zueinander stehen. Konkret nennen wir diese Gegensätze Yin und Yang. Das Qi wurde in der TCM als Yang festgelegt und das Blut als Yin. Beide fliessen zusammen auf eine bestimmte Weise durch den Körper. Dieses Fliessen im Körper wurde im alten China als eine Art von Netzwerk verstanden, bestehend aus Meridianen, die verschiedene Teile unseres Körpers verbinden. Meridiane kann man sich wie Wasserwege vorstellen. Wenn ein solcher Weg blockiert ist, kommt es zu Überflutungen. Dort, wo es zur eigentlichen Überflutung kommt, bildet sich Schmerz aus. Wird diese Blockade nicht aufgehoben, können Nährstoffe nicht mehr weitergeleitet werden, was wiederum die Körperfunktionen beeinträchtigt und die Harmonie von Yin und Yang zerstört. Nur im optimalen Verhältnis von Yin und Yang fliesst das Qi ungehindert durch unseren Körper. Tritt eine Blockade auf, die nicht behoben wird, kann dies in einer Krankheit resultieren, die auch chronisch werden kann.
Wie wird nun ein optimales Verhältnis von Yin und Yang erreicht?

Durch eine Zungen- und Puls-Diagnose kann in der chinesischen Medizin analysiert werden, wo der Ursprung des Ungleichgewichtes liegt. Mit Hilfe von Akupunkturpunkten können Yin und Yang sowie das Qi reguliert werden. Diese werden von praktizierenden und erfahrenen TCM-Therapeuten stimuliert, um das optimale Verhältnis wieder zu erlangen und die Funktionen des Körpers wieder herzustellen. Wohlbefinden, Vitalität und Gesundheit sind das Ergebnis. Mit dem Wissen über die Fliesseigenschaften von Blut und Qi und dem Netzwerk von Meridianen in unserem Körper, können wir uns nun besser erklären, wie es zu einem Wohlbefinden im Kopf durch Akupunktur im Fuss kommen kann. Die Traditionelle Chinesische Medizin ist eine strenge Disziplin, welche über Jahrtausende verbessert und verfeinert wurde. Die Tatsache, dass sie heute immer mehr Gebrauch findet, liefert den Beweis für ihren Behandlungserfolg. Kommen Sie auf einen Besuch vorbei, um die Erfahrung aus erster Hand zu machen. Gerne erklären wir Ihnen mehr bei einem persönlichen Gespräch. Wir freuen uns auf Sie!

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