TCM gegen OSTEOARTHRITIS

OSTEOARTHRITIS bezeichnet sowohl eine degenerative Gelenkerkrankung (Arthrose) als auch Entzündungsprozesse (Arthritis) in den Gelenken.

– die Knie-, Hüft- & Wirbelsäulengelenke sind vor allem betroffen
– die Erkrankungshäufigkeit steigt mit zunehmendem Alter
– Frauen sind öfter betroffen als Männer

Was sind die Hauptsymptome?
– Schmerzen, Schwellungen und Steifheit in den Gelenken
– äufige Geräusche in den Gelenken bei Bewegung
– Eventuelle Gelenksdeformitäten & Bewegungseinschränkungen

Die Ausprägung der Symptome und das Schmerzempfinden der Patienten sind dabei individuell stark unterschiedlich.

Was verursacht Osteoarthritis?
Osteoarthritis entsteht durch einen Verschleiß der Gelenke über das normale Maß hinaus.

Begünstigende Faktoren:

– übermässige Belastung (vor allem wiederholte Bewegungen welche den Gelenken langfristig schaden)
– Fehlstellungen (angeboren oder durch eine traumatische Veränderung erworben)
– Mangelnde Bewegung und Spannung
– Übergewicht
– Als Folge von anderen Erkrankungen, z.b. Osteoporose
– Hormone spielen eine entscheidende Rolle (dafür sind Frauen gefährdet, v.a. in der Menopause)
– Vererbung

Krankheitsablauf:
Im Frühstadium entsteht ein Knorpelschaden, der in der Folge andere Verschleißerscheinungen verursacht. Aus dem zunächst nur oberflächlichen Knorpelschaden entstehen Knochenverdichtungen unter dem geschädigten Bereich. Diese Knochenveränderungen in Kombination mit einem Knorpelschaden markieren den Beginn der Erkrankung Arthrose. Danach beginnen Bindegewebe und die Knorpelzellen zu wuchern, was die Entzündungen (Arthritis) hauptsächlich auslöst. Das Spätstadium ist durch freiliegende Knochen auf beiden Seiten des Gelenkes gekennzeichnet, welche nun ungeschützt gegeneinander reiben. Diese mechanische Belastung verursacht Knochenschwund und eine Verdichtung und Verhärtung des Knochengewebes. Dadurch versteift das Gelenk teilweise. Die Gelenkflächen verbreitern sich und bilden an den Rändern Ausziehungen. Die Gelenke können sich verformen und schließlich ganz verknöchern.

Wie wird Osteoarthritis in die Schulmedizin therapiert?
Das Krankheitsbild wird Schulmedizinisch meist nur symptomatisch behandelt. Der Schwerpunkt der Arthrose-Therapie liegt daher auf der Schmerzfreiheit des Patienten, einer Verzögerung des Gelenkverschleißes und dem Erhalt der Gelenkfunktion.

– Salben
– Schmerzmittel
– Entzündungshemmende Mittel / Kortisoneinspritzungen
– Knorpelaufbauende Substanzen (umstritten)
– Fehlstellungen werden teilweise operativ und durch Physiotherapie und/oder Osteopathie korrigiert

Ein Gelenkersatz wird nur bei massiver Schädigung im Spätstadium eingesetzt, da ein künstliches Gelenk zur Zeit nur rund 15 Jahre im Körper bleiben und nur einmal ausgetauscht werden kann.

Unterstützende Maßnahmen:
– Funktions-, Gangart- und Ausgleichstraining
– Schonhaltungen sind zu vermeiden
– Gewichtsreduktion
– Gezieltes Krafttraining der Muskeln
– Sportarten bei denen die Gelenke wenig belastet werden

Was bietet Chinesische Medizin an?
In Vergleich mit der Schulmedizin, bietet die traditionelle chinesische Medizin, einen ganzheitlichen Ansatz mit wenigen Nebenwirkungen. Das Individuum und Beschwerdebild werden gründlich studiert und geben Hinweise auf alle Faktoren, die zusammenspielen und die Beschwerden verstärken. In Betracht gezogen werden die Art der Verletzung (Muskeln, Sehnen, Bänder, Knorpel und Knochen), körperliche Mängel & Dispositionen, Wetter (Angriff von Wind, Kälte und Nässe), Lebenstil, persönliche und berufliche Betätigung, sowie genetische Faktoren. Durch diese Methode behandelt Chinesische Medizin nicht nur Symptome, sondern auch die Ursachen, um das körperliche Gleichgewicht wieder herstellen zu können. Die Chinesische Medizin glaubt vor allem, dass die Emotionen eine grosse Rolle spielen in jeder Krankheit. Was wir im Leben fühlen, so fühlt sich unser Körper. Konstanter Druck & Angst können langfristig die Knochen schwächen.

– Schmerztherapie / Symptome lindern (Schmerzen, Schwellungen und Steifheit)
– Stoffwechsel anregen um Heilung zu erzielen (Qi, Körperflüssigkeiten (Gelenkschmiere) & Blut lokal bewegen durch Akupunktur, Schröpfen, Moxibustion, manuelle Manipulation & Massage)
– Gelenke heilen, ab der Wurzel des Problems (Mangelzustände beheben & Gleichgewicht wiederherstellen)
– Beratung über unterstützende Maßnahmen (auf Individuum & Jahreszeit angepasst)
– Stress-Reduktions-Therapie
– Kräutertherapie für innere & äußere Anwendung
– Sanfte & geeignete Bewegungstherapie
– Fünf Elemente Ernährung, um die Gelenke zu stärken

Praktische Tips:
– Bringen Sie Abwechslung in Ihre Tätigkeiten. Wenn Sie viel sitzen, bewegen Sie sich so oft wie möglich. Wenn Sie viel stehen, dehnen und entspannen Sie sich, so oft es geht.
– Wenn möglich organisieren Sie Ihren Arbeitsplatz so, dass Sie nichts Schweres über große Entfernungen bewegen.
– Unterbrechen Sie nach Möglichkeit Ihre Tätigkeit und nutzen Sie Pausen von zwei bis drei Minuten, um leichte Dehnübungen oder Atemübungen zu machen.
– Wenn Sie am Computer sitzen und viel über die Tastatur erledigen, achten Sie darauf, dass Ihre Arme in einer entspannten 90-Grad-Stellung bei der Arbeit aufliegen. Grundsätzlich gilt: Je flacher eine Tastatur, desto besser.
– Wann immer es möglich ist, benutzen Sie eine Freisprecheinrichtung beim Telefonieren. Da gibt es mittlerweile komfortable Geräte, die Ihnen helfen, die Hände frei zu halten. Auf diese Weise erlauben Sie Ihnen, bei Ihren Gesprächen eine entspannte Haltung einzunehmen.

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